„Goldene Zeiten“ – Sommerausstellung im Hohenzollernschloss Sigmaringen

In Schweden feiert das Königspaar gerade Goldene Hochzeit. Früher waren solch langjährige Ehen allein schon wegen der hohen Risiken für die Frauen bei Schwangerschaften und Geburten nicht häufig, doch das fürstliche Haus Hohenzollern-Sigmaringen konnte im 19. Jahrhundert ebenfalls eine Goldene Hochzeit feiern. Am 31. Oktober 1834 heiratete der spätere Fürst Karl Anton Prinzessin Josephine, Tochter des Großherzogs von Baden und Stéphanie de Beauharnais, einer Adoptivtocher Napoleons I. Fünfzig Jahre später konnten sie ihre Goldene Hochzeit feiern, zu der sogar der deutsche Kaiser Wilhelm I. anreiste.

Altes Schloss Stuttgart, Innenhof (c) Andrea Hahn | Text & Presse
Vitrinen in der Ausstellung „Goldene Zeiten“ (c) Hohenzollernschloss Sigmaringen
Altes Schloss Stuttgart, Innenhof (c) Andrea Hahn | Text & Presse
Glückwunschadresse der Stadt Düsseldorf: Blattgoldgefasste Schatulle mit goldgeprägtem Leder, Messingdekor, Lapislazuli und emailliertem Allianzwap- pen des Fürstenpaares Karl Anton und Josephine von Hohenzollern, Prinzessin von Baden, innenliegend das Glückwunschschreiben der Stadt Düsseldorf zur Goldenen Hochzeit des Paares am 21. Oktober 1884 © Hohenzollernschloss Sigmaringen

Sammelleidenschaft für eine lange Ehe

Gemeinsame Hobbys halten bekanntlich zusammen, das traf wohl auch auf das fürstliche Ehepaar zu, obwohl es sicher nicht der einzige Grund für die lange, glückliche Ehe war. Das Paar sammelte mit Begeisterung und Sachverstand unter anderem Gemälde, Skulpturen, Möbel, Silber- und Goldarbeiten, archäologische Objekte, Porzellan sowie Münzen und zahlreiche weitere Kunst- und Kulturschätze. Die Sammlungen im Hohenzollernschloss Sigmaringen wurden dadurch sehr vielfältig und umfangreich.

Altes Schloss Stuttgart, Innenhof (c) Andrea Hahn | Text & Presse
Allegorische vergoldete Figuren zum Schmuck der fürstlichen Tafel (c) Hohenzollernschloss Sigmaringen
Altes Schloss Stuttgart, Innenhof (c) Andrea Hahn | Text & Presse
Feuervergoldete allegorische Figuren zum Schmuck der fürstlichen Tafel © Hohenzollernschloss Sigmaringen
Altes Schloss Stuttgart, Innenhof (c) Andrea Hahn | Text & Presse
Feuervergoldete allegorische Figur zum Schmuck der fürstlichen Tafel © Hohenzollernschloss Sigmaringen

Goldene Zeiten im Sommer 2026

Für die kürzlich eröffnete Sommerausstellung „Goldene Zeiten“ im Hohenzollernschloss Sigmaringen hat Katharina Fürstin von Hohenzollern besondere Stücke aus diesen Sammlungen ausgewählt. Im Mittelpunkt stehen dabei einige der prachtvollsten Exemplare der über 60 reich verzierten Glückwunschadressen und Couverts zur Goldenen Hochzeit. Es handelt sich um prachtvolle, aufwendig gestaltete und oft mit Gold verzierte Schmuckkassetten, in denen die kunstvoll mit der Hand geschriebenen Glückwunschschreiben aufbewahrt wurden. Daneben sind goldene Tafelaufsätze zu sehen, mit denen die fürstliche Tafel zu besonderen Anlässen geschmückt wurde, Gedenkmedaillen und Fotografien der Familie.

Altes Schloss Stuttgart, Innenhof (c) Andrea Hahn | Text & Presse
Eröffnung der Sommerausstellung in Schloss Sigamringen durch Katherina Fürstin von Hohenzollern (c) Hohenzollernschloss Sigmaringen
Altes Schloss Stuttgart, Innenhof (c) Andrea Hahn | Text & Presse
Prachtvoller Samteinband der Glückwunschadresse der Stadt Sigmaringen mit vergoldetem Silberdekor, Lapislazuli, emailliertem Allianzwappen Hohenzol- lern/Baden und dem Siegel der Stadt Sigmaringen (c) Hohenzollernschloss Sigmaringen
Altes Schloss Stuttgart, Innenhof (c) Andrea Hahn | Text & Presse
Fotografien von Carol I. König von Rumänien, zweiter Sohn des Fürstenpaares, seiner Gemahlin Elisabeth Königin von Rumänien und Anton Prinz von Hohenzollern, dem dritten Sohn des Fürstenpaares © Hohenzollernschloss Sigmaringen
Altes Schloss Stuttgart, Innenhof (c) Andrea Hahn | Text & Presse
Drei Gedenkmedaillen anlässlich der Goldenen Hochzeit am 21. Oktober 1884 mit den Porträts des Fürstenpaares © Hohenzollernschloss Sigmaringen

Fotos

(c) Hohenzollernschloss Sigmaringen

Service

Die Ausstellung kann bis in den Herbst hinein ohne Aufpreis im Rahmen der regulären Schlossführung oder individuell mit Audioguide besucht werden.

ÖFFNUNGSZEITEN 2026*

10. MÄRZ bis 09. NOVEMBER
täglich 09:30 Uhr bis 17:30 Uhr

10. NOVEMBER bis 23. DEZEMBER
Donnerstag – Sonntag von 10 Uhr bis 17 Uhr

26. DEZEMBER bis 06. JANUAR 2027
täglich von 10 Uhr bis 17 Uhr

(letzter Einlass eine Stunde vor Schließung)

* Zu folgenden Terminen ist geschlossen:
1. Januar, 7. Januar bis 09. März, 24. Dezember, 25. Dezember und 31. Dezember.

Führungen außerhalb der regulären Öffnungszeiten sind von März bis Dezember auf Anfrage gegen Aufpreis möglich.

BESICHTIGUNG

Das Schloss kann jederzeit mit Audioguides selbständig besichtigt werden.
Führungen finden um 10 Uhr, 12 Uhr, 14 Uhr und 16 Uhr statt.

Tickets möglichst vorab online buchen.

Zur Website